Psychotherapie und Beratung

In Deutschland gibt es vier wissenschaftlich anerkannte psychotherapeutische Richtlinienverfahren: die analytische Psychotherapie, die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, die systemische Therapie und die Verhaltenstherapie. Alle Verfahren sind in ihrer Wirksamkeit wissenschaftlich überprüft und werden von den Krankenkassen anerkannt. Ich arbeite mit der kognitiven Verhaltenstherapie (KVT). Dieses Verfahren geht davon aus, dass Gedanken, Gefühle und Verhalten eng miteinander zusammenhängen und sich gegenseitig beeinflussen. In der Therapie werden belastende Denk- und Verhaltensmuster gemeinsam analysiert und schrittweise verändert. Ziel ist es, hilfreiche Strategien zu entwickeln, die Selbstwirksamkeit zu stärken und nachhaltige Veränderungen im Alltag zu ermöglichen. In meinem dialektischen Ansatz kommen zudem folgende Verfahren regelmäßig zu Einsatz:

Schematherapie ist ein integratives psychotherapeutisches Verfahren nach Jeffrey Young, das besonders bei langanhaltenden und wiederkehrenden Problemen eingesetzt wird. Sie geht davon aus, dass frühe Beziehungserfahrungen und nicht erfüllte emotionale Grundbedürfnisse zur Entwicklung sogenannter Schemata führen – tief verankerter Muster aus Gedanken, Gefühlen und Verhaltensweisen. Diese Schemata werden in belastenden Situationen aktiviert und beeinflussen das Erleben und Handeln im Erwachsenenalter. Ziel der Schematherapie ist es, diese Muster zu erkennen, emotional zu bearbeiten und durch gesündere, flexiblere Bewältigungsstrategien zu ersetzen.

Emotionsfokussierte Therapie (EFT) ist ein psychotherapeutisches Verfahren, bei dem Emotionen im Mittelpunkt des therapeutischen Prozesses stehen. Sie geht davon aus, dass Gefühle eine zentrale Bedeutung für Orientierung, Bedürfnisse und Entscheidungsprozesse haben. In der Therapie werden Emotionen bewusst wahrgenommen, verstanden, akzeptiert und konstruktiv reguliert. Ziel ist es, belastende emotionale Muster zu verändern und den Zugang zu hilfreichen, stärkenden Gefühlen zu fördern.

Entspannungsverfahren sind psychotherapeutische Methoden, die gezielt helfen, körperliche und geistige Anspannung zu reduzieren. Sie fördern die Wahrnehmung von Stresssignalen und unterstützen eine bewusste Regulation von Körperreaktionen. Zu den häufig genutzten Verfahren zählen Progressive Muskelentspannung, Atem- und Atembewusstseinsübungen, Autogenes Training und Meditationstechniken. Regelmäßige Anwendung kann Stresssymptome, Angst und Anspannung mindern und das allgemeine Wohlbefinden steigern. Entspannungsverfahren werden sowohl präventiv als auch begleitend bei psychischen oder körperlichen Beschwerden eingesetzt.